Fulda (cif). Egal ob in der Sucht-, Schuldner- und Lebensberatung, Wohnungslosenhilfe oder beispielsweise im betreuten Wohnen - Caritas öffnet Türen: Als sichtbares Zeichen dafür, dass jeder Mensch herzlich willkommen ist, hat die Fuldaer Caritas - passend zum bundesweiten Jahresthema "Da kann ja jeder kommen" - eine rote Tür im Hof der Wilhelmstraße 10 aufgestellt.
Die offene Tür als kraftvolles Symbol christlicher Nächstenliebe prägt das Kampagnenjahr 2025 und richtet sich an alle, die Rat und Hilfe benötigen. Sie ist Zeichen von Unterstützung, aber auch von Toleranz, Teilhabe und Chancen. "Wir halten die Tür für jeden offen", erklärt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. "In Fulda bieten wir ein umfangreiches Angebot für diejenigen an, die Hilfe suchen".
Dass Unterstützung vielfältig sein kann, weiß auch die Leiterin der Caritas Pflegeschule Dajana Herbst. "Bei uns in der Schule öffnen wir jungen Menschen Türen in das Berufsleben und helfen ihnen somit dabei, die ersten Schritte als junge Erwachsene zu gehen."
Referentin Meike Wenzel von Ressort Altenhilfe sieht die stationäre Altenhilfe im Fuldaer Bistum aus unterschiedlichen Gründen als Türöffner. "In unserer Einrichtung St. Bonifatius in Stadtallendorf läuft das Projekt "Mitten im Leben", welches aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege gefördert wird und Älteren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht. So bekommen die Bewohner beispielsweise regelmäßig Besuch von Schülern, Musikgruppen spielen in der Einrichtung auf und wer möchte, kann mit den Vierbeinern der ortsansässigen Hundeschule in Kontakt kommen." Ein zweiter Türöffner, meint die Referentin, sei die Einstellung von Pflegekräften aus dem Ausland. "Wir bringen Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeit und unterstützen sie bei ihrer Integration. Ein positiver Effekt: In unseren Einrichtungen entsteht dabei ein Raum der Vielfalt und Toleranz."
Dominique Vilmin, Ressortleiter Kinder- und Jugendhilfe betont, dass die Caritas für jedes Kind und jede Familie da ist, unabhängig von Herkunft oder sozialen Umständen. "Genau das bedeutet auch unser Jahresthema. Türen zu öffnen in unserem Bereich heißt, jungen Menschen und ihren Eltern die Unterstützung zu bieten die sie brauchen um sich zu entwickeln und in der Gesellschaft zurechtzukommen". Die geöffnete Tür symbolisiere den Zugang zu Hilfe und Angeboten, die oftmals gerade in schwierigen Lebenslagen notwendig sind. "Sei es durch Beratungsangebote, Förderprogramme oder einfach durch ein offenes Ohr - die Caritas schafft einen Raum, in dem niemand ausgeschlossen wird."
"Caritas öffnet Türen zu einer inklusiven Gesellschaft und schafft Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, Arbeitsplätze zu finden", erläutert der Ressortleiter Eingliederungshilfe und Teilhabe, Markus Reiter. "Durch gezielte Unterstützungsangebote helfen wir, Barrieren abzubauen und auch den Zugang zu Bildung und Freizeit zu erleichtern. Mit verschiedenen Projekten schafft Caritas Räume, in denen Menschen mit Behinderungen ihre Talente entfalten und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können."
Für Menschen, die keine eigene Haustür haben die sie gegen die Außenwelt schützt und ihnen Privatsphäre bietet, öffnet das Haus Jakobsbrunnen die Tür, weiß die Geschäftsführerin des Regionalcaritasverbandes Fulda und Geisa, Susanne Saradj. "Wir heißen sie willkommen und geben ihnen und ihren Bedürfnissen und Sorgen Raum. In den Beratungsstellen öffnen wir die Tür für Menschen, die befürchten, aufgrund ihrer Lebenssituation nicht zur Gesellschaft zu gehören und unterstützen sie dabei, ihren individuellen Wert zu erkennen. Und in der Bahnhofsmission öffnen wir die Tür für alle Menschen, die auf Reisen sind. Ob mit der Bahn, mit Bussen, dem Auto oder zu Fuß. Bei uns kann jeder Rast machen, zur Ruhe kommen und sich aufwärmen."
"Wir sind für alle Menschen da, egal ob sie sich in seelischer, sozialer oder wirtschaftlicher Not, in der Betreuung oder Pflege befinden, betont Vorstand Ansgar Erb.
von links nach rechts: Meike Wenzel, Dominique Vilmin, Susanne Saradj, Dr. Markus Juch, Ansgar Erb, Markus Reiter, Janina Wübbelsmann, Dajana HerbstMiriam Rommel/Caritas FD