Fulda, Freiburg (cif). Nach dem schweren Erdbeben Ende März in Myanmar und der Region Südostasien läuft die dringend benötigte internationale Hilfe immer stärker an. Caritas international, das Auslands-Hilfswerk der Deutschen Caritas mit Sitz in Freiburg, hat die Mittel zur Ersthilfe auf 300.000 Euro erhöht, um die Caritas Myanmar bei den Maßnahmen für die betroffene Bevölkerung zu unterstützen. Dringend erforderlich sind Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente, Notunterkünfte, außerdem fordern Kirche und Caritas in Myanmar sowie Caritas international einen Waffenstillstand in dem von Unruhen betroffenen Land, um die Hilfsmaßnahmen nicht zu gefährden.
Durch das Erdbeben zerstörte DörferCaritas-Partnerorganisation in Myanmar, KMMS
"Die Lage ist nach wie vor sehr ernst. Viele Menschen sind verletzt und Tausende obdachlos, so berichten uns die Kolleginnen und Kollegen der Caritas Myanmar", erklärt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. "Medikamente und Zelte müssen jetzt schnell ankommen, daneben Wasser und Nahrungsmittel, die auch dringend benötigt werden." Vor allem die Situation und die Bedarfe in ländlichen Regionen sind noch unklar. Zerstörte Straßen, Brücken und die Sicherheitslage hindern die Teams noch daran, die betroffenen Dörfer und Gemeinden zu erreichen.
In den vom Erdbeben am stärksten betroffenen Regionen Mandalay und Sagain, Taungngoo sowie Taunggyi hat die Caritas Myanmar umfangreiche Hilfsmaßnahmen organisiert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie freiwillige Helfer verteilen Lebensmittel und Bargeld, damit sich die Menschen mit dem Nötigsten versorgen können. Obdachlose Familien haben auf den Geländen zahlreicher Kirchengemeinden Zuflucht gefunden.
Der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr Markus Juch zeigte sich erleichtert darüber, dass die Hilfen durch das international gut aufgestellte Caritas-Netzwerk bereits greifen. "Wir wollen gerne auch von unserem osthessischen Bistum aus dazu beitragen, dass den Menschen alle notwendige Hilfe zuteilwird", betont Juch. Denn das Erdbeben in Myanmar hat nach Schätzungen mehrere tausend Tote und unzählige Verletzte gefordert, viele Menschen werden noch vermisst. In Berichten heißt es, dass rund neun Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen sind. Ich bitte daher herzlich darum, dass jeder, der es sich leisten kann, für diese armen Menschen durch eine Spende Hilfe möglich macht!"
Spenden für die Erdbebenopfer in Myanmar und Thailand können direkt auf das Spendenkonto von Caritas international geleitet werden: Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02. Auch das Bistum Fulda hat bereits 15.000 Euro aus seinem Katastrophenfonds für die Erdbebenopfer in Südostasien an Caritas international überwiesen. Allen Spendern herzlichen Dank!
Notunterkünfte der KMMS (Karuna Mission Social Solidarity) für die betroffene BevölkerungCaritas-Partnerorganisation in Myanmar, KMMS